To Do zur Weihnachtszeit in Zagreb

Heute habe ich einen tollen Gastbeitrag zum Thema: Weihnachtszeit in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens. Jasmina hat ihn geschrieben. Wir haben uns in Berlin kennengelernt als ich in der Studienzeit gekellnert habe. Sie kam jeden Samstag mit ihrem Mann in den Laden wo ich gearbeitet habe. Und nach anderthalb Jahren (!) stellten wir per Zufall fest, dass unser aller Eltern aus Kroatien stammen. Das verbindet irgendwie schon, und da wir uns eh sympathisch waren, freundeten wir uns an. Jasmina ist in Zagreb aufgewachsen und ist dann für der Liebe wegen nach Berlin gezogen, mein Glück! Ihr Mann und sie haben sich dann entschieden nach Zagreb zu ziehen, sie also wieder „nach Hause“ und er in die Heimat der Mutter. Jasmina ist wunderbar kreativ, was ihr Text deutlich zeigt. In Zagreb setzt sie ihre Kreativität in wunderschöne Fotos um als Mama-Kind-Fotografin. Und eine Sprachbarriere kann es nicht geben, denn sie spricht Deutsch, Französich, Englisch und, klar, Kroatisch. Egal wieviele Worte ich mache, ein Blick auf ihre Bilder überzeugt 1000 Mal mehr.

Danke Jasmina für Deinen tollen Beitrag!

Weihnachtszeit in Zagreb

  • „Hallo Schnecke, hast Du schon das Haus geschmückt?“
  • „Oh man, noch nicht. Die Kugeln sind den Kindern gestern ins Wasser gefallen und müssen jetzt halt noch trocknen! Was macht ihr so?“
  • „Na wir wollen gleich los zu Würstchen und Glühwein!“
  • „Ach ja, diese schrecklichen Sachen, die ihr zur Weihnachtszeit esst und trinkt. Bestimmt riecht bei Dir zu Hause alles nach Zimt!“
  • „Genau!“, antworte ich zufrieden und atme tief den Duft des frisch gebrühten Wintertees mit Zimt, Honig und Anis ein.
  • „Kinder, cremt euch mit der Sonnencreeeeme ein“ – ruft meine beste Freundin, mit der ich jeden Tag über Skype spreche, ihren Kindern in Neuseeland zu.
  • „Kinder, zieht eure Schals, Mützen, Handschuhe und Jacken an“ – rufe ich meinen Kindern zu und werfe noch einen Blick auf den Monitor des Laptops. „Liebes, wir gehen jetzt los zum Zrinjevac (Platz in Zagreb) um Würstchen, Glühwein, Fritule (süßes Gebäck) und was wir sonst noch so finden zu genießen.“
  • „O.k. Darling“, antwortet sie. „Wir gehen an den Strand. Ich muss jetzt eine Pina Colada mit viel Eis trinken. Ich koche!“

So schicke ich einen Kuss nach Neuseeland und bin überglücklich, dass Weihnachten in Zagreb nicht in Badehosen erwartet wird! Ich gehe raus in den kalten Abend. Wir sind alle so dick eingemummelt, dass nur noch die Nasen rausschauen. Sobald wir den Hauseingang verlassen, höre ich wie auf dem Zrinjevac „Jingle Bells“ gespielt wird. Alle haben was warmes zu Trinken in der Hand, die Luft riecht nach Zimt, Fritule und Glühwein. Alle sind einfach nur gut drauf. Der Zrinjevac ist voller weißer Häußchen, in denen man krpice sa zeljem (Pasta mit Kohl), Würstchen und Salamis aller Art findet. Fritule mit hunderten von Toppings, gebrannte Mandeln und Lollis in 1000 Farben, Formen und Größen verstecken sich in den Häuschen, und natürlich Glühwein, der kilometertweit duftet. Jeder Zentimer des Zrinjevac ist voller Lichterketten, überall sind Kinder und ich stehe mittendrin. Und alles was ich tun kann, ist meiner ARMEN Freundin in Neuseeland mit Glühwein zuzuprosten, die jetzt im Bikini am Strand Pina Colada trinkt und mir Fotos vom Weihnachtsmann schickt – in kurzen Hosen!!!!

Für nichts in der Welt würde ich Weihnachten in Zagreb eintauschen!

Rezept

Diese Kekse fehlen nie zur Weihnachtszeit

Gingerbread cookies

Zutaten für ca. 40 Stück

750 g Mehl

1 Pck. Backpulver

5 g gemahlener Ingwer

3 g gemahlene Muskatnuss

2 g Piment (wenn man mag)

2 g Zimt

205 g Butter (Zimmertemperatur)

235 g Zuckersirup (Honig oder Ahornsirup als Ersatz möglich)

220 g brauner Zucker (je dunkler umso besser)

120 ml Wasser

1 Ei

ein paar Tropen Vanillearoma

Zum Verzieren:

2 Eiweiß

250 g Puderzucker

Saft einer ½ Zitrone

Rote und grüne Speisefarbe

Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Ingwer, Muskatnuß, Zimt und Piment gut vermengen.

Butter, Sirup, Zucker, Wasser, Eier und Vanillearoma mit dem mixen bis eine homogene Masse entsteht.

Mehlmischung nach und nach zugeben. Der Teig wird pulverig sein und auseinanderfallen und das soll er auch.

Den Teig in drei Teile teilen, diese einzeln in Folie einwickeln und für min. drei Stunden in den Kühlschrank stellen.

Das Backblech mit Backpapier auslegen. Die Ausstecher, den Untergrund, alles gut mit Mehl bestäuben damit sich der Teig verarbeiten lässt.

Die Lebkuchenmänner auf 175 Grad für 10 Minuten backen.

Sie müssen noch weich sein wenn man sie aus dem Ofen nimmt.

Gut abkühlen lassen.

Verzieren:

Eiweße steif schlagen und Puderzucker und Zitronensaft dazu geben.

In drei Teil teilen und diese jeweils eins in rot, eins in grün einfärben, eins weiß lassen.

In Spritzbeutel tun oder in Gefrierbeutel, dann eine kleine Ecke abschneiden und los geht’s mit dem Dekrorieren.

Über Nacht trocknen lassen.

Guten Appetit!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.