Provence

Ist Südfrankreich, also die Provence und Côte d’Azur wirklich so toll wie immer behauptet wird? Ja, das ist es! Hinsehen, Träumen, Inspirieren lassen und selbst erleben…

An Gründonnerstag stiegen wir in den Flieger und es ging nach Marseille. Von dort aus mit dem Mietwagen in die Provence für knapp 2 Tage und dann folgten 2 Tage an der Côte d’Azur in Cannes und Nizza. Ich freute mich riesig auf diese Auszeit! Wir sind nur mit Handgepäck gereist, also bekam unser Sonnenschein einen eigenen kleinen Handgepäckskoffer. Sie hat sich unglaublich darüber gefreut und war sooo stolz. Damit fing es schon irgendwie gut an. Der Flug ging über die Alpen und der Blick aus dem Fenster war grandios.

Angekommen in Marseille empfing uns warmer Sonnenschein. Das war einfach entspannend. Wir holten den Mietwagen und los ging es. Die Fahrt ging ins Landesinnere, in den Nationalpark Luberon.

Den Besuch in Südfrankreich fasse ich als eine Art Blitzlicht auf, wir haben einen Blick geworfen, einen kurzen Eindruck bekommen, aber eben nur ein winziger Ausschnitt von dem was die Region bietet. Deshalb habe ich beschloßen in diesem Beitrag vor allem die Fotos sprechen zu lassen.

Provence

Wir fuhren in das bezaubernde Städtchen Ansouis. Mein Mann hatte die Unterkünfte gebucht und eine phantastische Wahl getroffen mit Bastide Saint Maurin, ein herrliches Anwesen, wunderschön und geschmackvoll eingerichtet. Die Hausbesitzer, ein Pärchen, sind einfach nur warm und gastfreundlich. Das Anwesen liegt inmitten von Weinbergen, Lavendelfeldern, Olivenbäumen, die selbst angebaut werden von den Gastgebern. Es gibt vier Zimmer, die vermietet werden. Die Dame des Hauses versorgte uns mit wertvollen Tipps für Unternehmungen. (Falls Fragen aufkommen, kein sponsored Post. Wir haben regulär bezahlt und die Besitzer wissen nicht mal von meinem Blog).

Egal wo ich auf dem Answesen oder in der Provence gestanden habe, der Blick nach draußen war einfach nur purer Genuß! Einfach Erholung für die Augen, aber auch für die Seele in Anbetracht der Schönheit der Natur dort. Es war unfassbar, egal wo wir dort gewesen sind, es fühlte sich an als würden wir durch ein Bilderbuch wandeln, ein bisschen surreal schon.

Freitag beim Frühstück empfahl uns unsere Gastgeberin den Markt in Lourmarin. Er sei so 20 Min. Autofahrt entfernt und sehr hübsch. Wir machten uns auf den Weg.

Markt in Lourmarin

Der Markt scheint sehr beliebt zu sein, denn alle Parkplätze waren voll. Nach sehr kurzer Suche sind wir fündig geworden, dies bedeutet durchaus einen Fußweg, aber in der Provence ist das ja Genuß, einfach nur den Blick umher schweifen lassen, mehr braucht man nicht.

Der Markt führ ganz malerisch durch das Städtchen direkt zum Schloß hinauf. Das klingt echt kitschig, ist aber einfach nur schön.

Für Eltern gut zu wissen, Richtung Schloß ist ein Spielplatz wo die Kids sich austoben können. Er liegt auch recht gut im Schatten, so dass direkte Sonneneinstrahlung auch kein Thema ist.

Wir schlenderten über den Markt. Es war schon einiges los und wir hörten viele Sprachen, der Markt ist also kein Geheimtipp 🙂 Doch um diese Zeit (Mitte April) war er noch nicht überfüllt. Es ging vorbei an allerlei Waren, wirklich schöne Sachen. Natürlich auch Lebensmittel wie man es sich vorstellt in Frankreich.

Bis zum Schloß gingen wir hinauf, dies war jedoch geschloßen. Das machte nichts, denn wir setzten uns davor, aßen Erdbeeren, die wir auf dem Markt erstanden hatten und genoßen Sonne und Ausblick.

Außerdem war der Eintritt (10 Euro) ziemlich happig. Insgesamt sind die Preise in der Provence keine Kuschelpreise. Für deutsche Verhältnisse muss man tief in die Tasche greifen.

Für uns ging es dann weiter zu den Ockerfelsen in

Roussillon

Ganz im Gegensatz zu Lourmarin, war es hier sehr voll. Der Ausblick erklärte warum. Es gibt dort eine Plattform mit grandiosem Ausblick.

Selbst die Mülleimer sehen nach was aus

Wir sind nicht mehr direkt zu den Ockerfelsen gegangen, da uns die Plattform schon glücklich gemacht hat. Unser Sonnenschein konnte dort wunderbar toben.

Was mich hier geschockt hat war der Eispreis, eine Kugel 2,50 Euro.

Auf dem Rückweg nach Hause fuhren wir in den Supermarkt in

Cucuron

Ein weiteres malerisches Städtchen in der Gegend. Cucuron ist ca. 5 Min. Autofahrt von Ansouis entfernt. Im Zentrum gibt es eine Art Becken, voll mit Wasser und drumherum Restaurants, wo man abends wunderbar Essen kann.

Aber nicht nur das, ein kleiner Spaziergang durchs Städtchen belohnt einen wieder mit visuellen Genüssen.

Blick vorm Kirchplatz aus

Strasse in Cucuron

Pittoreske Tür

Die Menschen habe ich alle als extrem freundlich empfunden. Lusitg fand ich, dass sie einfach wie ein Wasserfall weiter geredet haben, obwohl sie wussten, dass unsere Französischkenntnisse eher rudimentärer Natur sind. Aber das war dann irgendwie egal, die Herzlichkeit haben wir einfach genossen.

Den Abschluß unserer Zeit in der Provence bildete ein Abstecher nach

Ansouis

Es gibt direkt am Ortseingang einen öffentlichen Parkplatz, da ein Vorwärtskommen in dem Dörfchen mit Auto unmöglich ist.

Ortseingang Ansouis

Im Vorbeilaufen haben wir gesehen, dass hier (links auf dem Bild) ein Restaurant ist mit Michelin-Stern. Fand ich spannend, denn sonst wirkt es hier sehr verschlafen.

Überall hingen alte Bilder der Stadt.

Dies war die engste Gasse, die ich je gesehen habe. Am Ende befindet sich wirklich ein Eingang zu einem Haus.

Und überall einfach schöne Anblicke

Die Zeit in der Provence war wie ein Wimpernschlag, aber megaerholsam und hat zum Wiederkehren eingeladen. Es muss einfach nur atemberaubend sein, wenn alles blüht, denn jetzt ist es schon wunderschön. In alle den Orten kann man noch soviel sehen und entdecken.

Was ich an der Wahl unserer Orte und der Reisezeit mochte war die Ruhe, die Leere und das dennoch tolle Wetter.

Ehrlich, einfach mal selbst erleben!

Unsere Reise führte und weiter an die Côte d’Azur. Wir stärkten uns mit einer Käseauswahl, die begeistert hat, aber im Supermarkt einfach mal so im Kühlregal zu kaufen war.

Der Bericht zur Côte d’Azur findest Du hier.