Wie ich zu Merlin kam und wieder Weihnachtsmarkt

Dino Merlin

Dino Merlin ist ein bekannter Sänger auf dem Balkan. Jetzt singt er solo, aber begonnen hat er vor vielen Jahren mit einer Gruppe, die sich Merlin nannte. Mir war das zu jener Zeit gänzlich unbekannt, also er und die Gruppe. Wir sprechen von den 90-ern.

Unser „Kennenlernen“

Damals sind wir mit dem Bus runter gefahren, also zu den Verwandten in Bosnien-Herzegowina. Eine solche Busfahrt dauerte gerne mal so 24 Stunden, je nach Verkehrslage (viele der heutigen Autobahnen gab es noch nicht) und Verrücktenstatus des Fahrers. Da viele Jugendliche das machten war es eigentlich immer ganz lustig im Bus. Bei dieser einen Fahrt, es war Winter, lernte ich nun Merlin kennen. Der Busfahrer ließ die Musik laufen – in Dauerschleife. Die ersten fünf Male fand ich es noch gut, es war neu, hörte sich gut an. Die nächsten 20 Male habe ich es gehasst, denn es hörte nicht auf. Der Busfahrer drehte die Kassette (ja, das war damals noch populär) gnadenlos um wenn die Seite zu Ende war. Allgemeiner Konsenes war es auch den Busfahrer nicht zu ärgern, also sagte keiner was. Das Ende der Geschichte war, dass ich mir die Kassette dann gekauft habe – uns verband schließlich ein 24 Stunden-Hören-der-Musik-Band.

Jetzt

Und ich bereue es nicht. Er ist einer der Musiker, die ich sehr sehr gerne höre und gehört habe über all die Jahre. Nur irgendwie bin ich nie bei einem seiner Konzerte gewesen, obwohl er oft in Deutschland aufgetreten ist. Es war mein Wunsch mal eins seiner Konzerte zu besuchen. Und er wurde wahr. Zum Geburtstag schenkte mir mein Mann Konzertkarten für Dino Merlin – in Zagreb! Er hatte alles organisiert: Flug, Kinderbetreuung während des Konzerts. Es war ein wunderbar langes Wochenende in Zagreb. Weiterlesen

Zagreb-Tipps für den Winter

Zagreb, die Haupststadt Kroatiens, ist eine Reise wert, auch im Winter. Wir haben sie zum Jahresende gemacht und beim Schreiben des Berichts ist mir aufgefallen wieviel wir erlebt haben. Ob Stadt oder Strand, das kann ich jetzt sicher sagen: Zagreb ist genauso kinderfreundlich wie der Rest des Landes.

Vorbereitungen:

Wir haben uns fürs Fliegen entschieden und sind von Frankfurt direkt nach Zagreb geflogen. Gebucht haben wir erst im November für Ende Dezember, was sich spät anhört, doch wir haben dennoch einen guten Preis für den Flug mit der Lufthansa bekommen. Es lohnt sich immer wieder mal bei Flugpreisen zu schauen. Die Frühbucheroption kann, muss aber nicFRAport-Spielplatzht besser sein. In der Nähe unseres Gates am Frankfurter Flughafen gab es dann diesen Minispielplatz. Ich finde es ist eine gute Idee, denn ein wenig auspowern bevor still gesessen werden musste, kann nicht schaden.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind relativ gut in Zagreb, vergleichsweise zum Rest Kroatiens. Die Stadt Zagreb hat allerdings eine Riesenfläche, so dass wir uns für einen Mietwagen entschieden haben, um komplett mobil zu sein. Wir haben diesen vorab gebucht und in einer der zahlreichen Autovermietungen am Flughafen abgeholt.Gewohnt haben wir privat.

Zagreb mit Kind(ern) im Winter

Am ersten Tag sind wir auf eine kleine Schlittschuhbahn gestoßen. Sie war neben dem Cafe Velvet aufgebaut und konnte kostenlos genutzt werden. Man war nicht verpflichtet dort zu Essen oder Trinken. Was für eine coole Idee, ich war megabeistertund die kleine Chefin auch, denn Schlittschuhe zum Fahren lagen nebenan . Es gab auch tatsächlich Schlittschuhe in ihrer Größe, also schnell Schlittschuhe an und los ging’s.

Cafe Velvet Zagreb

Wir sind danach ins Cafe Velvet gegangen, wir hatten Hunger und es war megalecker! Ich kann es empfehlen. Wiederum in einem anderen Cafe z.B. gab es Kinderspielzeug. Eine Frau machte uns darauf aufmerksam, was ich sehr nett fand. Bis dahin wusste ich nicht, dass es in ganz „normalen“ Cafes/Restaurants in Kroatien auch Spielzeug gibt. Beim nächsten Mal werde ich einfach fragen.

Wer eine größere Schlittschuhbahn möchte geht auf den Weihnachtsmarkt. Dieser wurde zu Europas schönstem Weihnachtsmarkt 2015 gekürt. Weiterlesen

To Do zur Weihnachtszeit in Zagreb

Heute habe ich einen tollen Gastbeitrag zum Thema: Weihnachtszeit in Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens. Jasmina hat ihn geschrieben. Wir haben uns in Berlin kennengelernt als ich in der Studienzeit gekellnert habe. Sie kam jeden Samstag mit ihrem Mann in den Laden wo ich gearbeitet habe. Und nach anderthalb Jahren (!) stellten wir per Zufall fest, dass unser aller Eltern aus Kroatien stammen. Das verbindet irgendwie schon, und da wir uns eh sympathisch waren, freundeten wir uns an. Jasmina ist in Zagreb aufgewachsen und ist dann für der Liebe wegen nach Berlin gezogen, mein Glück! Ihr Mann und sie haben sich dann entschieden nach Zagreb zu ziehen, sie also wieder „nach Hause“ und er in die Heimat der Mutter. Jasmina ist wunderbar kreativ, was ihr Text deutlich zeigt. In Zagreb setzt sie ihre Kreativität in wunderschöne Fotos um als Mama-Kind-Fotografin. Und eine Sprachbarriere kann es nicht geben, denn sie spricht Deutsch, Französich, Englisch und, klar, Kroatisch. Egal wieviele Worte ich mache, ein Blick auf ihre Bilder überzeugt 1000 Mal mehr.

Danke Jasmina für Deinen tollen Beitrag!

Weihnachtszeit in Zagreb

  • „Hallo Schnecke, hast Du schon das Haus geschmückt?“
  • „Oh man, noch nicht. Die Kugeln sind den Kindern gestern ins Wasser gefallen und müssen jetzt halt noch trocknen! Was macht ihr so?“
  • „Na wir wollen gleich los zu Würstchen und Glühwein!“
  • „Ach ja, diese schrecklichen Sachen, die ihr zur Weihnachtszeit esst und trinkt. Bestimmt riecht bei Dir zu Hause alles nach Zimt!“
  • „Genau!“, antworte ich zufrieden und atme tief den Duft des frisch gebrühten Wintertees mit Zimt, Honig und Anis ein.
  • „Kinder, cremt euch mit der Sonnencreeeeme ein“ – ruft meine beste Freundin, mit der ich jeden Tag über Skype spreche, ihren Kindern in Neuseeland zu.
  • „Kinder, zieht eure Schals, Mützen, Handschuhe und Jacken an“ – rufe ich meinen Kindern zu und werfe noch einen Blick auf den Monitor des Laptops. „Liebes, wir gehen jetzt los zum Zrinjevac (Platz in Zagreb) um Würstchen, Glühwein, Fritule (süßes Gebäck) und was wir sonst noch so finden zu genießen.“
  • „O.k. Darling“, antwortet sie. „Wir gehen an den Strand. Ich muss jetzt eine Pina Colada mit viel Eis trinken. Ich koche!“

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