Die zerissene Generation

Wer?

Heute habe einen Artikel der Deutschen Welle zu jugoslawischen Gastarbeitern gelesen. Der Artikel hat mich sehr angesprochen. Das Thema Gastarbeiter zieht sich ja durch mein Leben. Ich bin die 2. Generation, also in Deutschland geboren und aufgewachsen, aber in diesem Artikel geht es um die Eltern. Meine Eltern kamen eigentlich, um wieder zu gehen. Und es waren viele wie sie, egal woher aus Europa sie kamen. Sie blieben unter sich, denn so fühlte man sich nicht so fremd. Und man würde ja eh bald wieder weg sein, da war Spracherwerb nicht wirklich wichtig.

Es ist die Generation der Eltern, die in meinen Augen, die die verlorene Generation ist. Sie scheint nie dort gewesen zu sein, wo sie wirklich sein wollte.

Es fängt eben damit an, dass beide Seiten den Aufenthalt der Gastarbeiter anders geplant hatten. Das Wort Gast in Gastarbeiter war kein Zufall, man ist wo für kurze Zeit und geht dann wieder nach Hause.

Doch wie wir wissen kam alles anders.

Der Anfang

Diese Generation kam nach Deutschland ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Ich vermute sogar stark, dass viele nicht wirklich wussten wo denn dieses Deutschland genau liegt. Sie waren so unglaublich jung, teilweise kamen sie mit 16 Jahren in dieses, ihnen fremde, Land. Ich weiß, dass jeder und jeden von ihnen einen sehr guten Grund hatte zu kommen, die Heimat zu verlassen, dennoch ist es unglaublich mutig was sie da getan haben! Viele kamen vom Land und in ihrer Heimat hatten sie wenig. Es gab kein Google Maps, kein Navi, nichts. Es gab kein Skype/Factime und selbst das Telefon war in den Heimatländern nicht überall verbreitet. Wie muss es gewesen sein nicht ständig in Kontakt treten zu können mit der Familie? Wie war war es für die Familie nicht zu wissen wo das Kind ist?

Diese Generation kam nach Deutschland und hier gab es soviel von allem und an allem, so viel Konsummöglichkeiten. Meine Mutter kam wirklich vom Dorf und kam dann nach Berlin. Am Anfang hat sie am Ku’damm gewohnt und im KadeWe die Brötchen gekauft. Die Größe der Stadt, was es dort alles gab, das alles muss für sie einfach nur unglaublich gewesen sein. Weiterlesen

Back to the past

Ankommen

Ich war wieder zu Hause. Der Funkturm war schon immer mein Zeichen zu Hause wieder angekommen zu sein. Ich liebe seinen Anblick wenn ich über die Avus ankomme, daher ist es meine bevorzugte Autoroute zum Ankommen. Funkturm Berlin

Nach Berlin kommen hat für mich immer etwas mit Rückkehr in die Vergangenheit zu tun. Da ich Berlin nicht täglich sehe und erlebe und daher auch keine „neuen“ Erinnerungen mit Dingen habe, stoße ich eben oft auf etwas, dass Erinnerungen weckt, wie z.B. die Stromkästen oder das Aquarium. Ich genieße den Moment, denn Alltag ist es nicht und so sehe und bemerke ich Dinge wieder, an denen ich vielleicht sonst vorbeirenne.

Entdeckungen beim Spaziergang

Die Stadt ist wieder verschönert worden. Auf die häßlichen Stromkästen bin ich in der Kindheit raufgeklettert, runtergsprungen, balanciert. Hätten sie damals so ausgesehen hätte es bestimmt doppelt soviel Spaß gemacht. Ich habe sie bei einem Spaziergang durch Schöneberg entdeckt (Belziger Str. z.B.)

Stromkasten Berlin

Stromkasten Berlin

Aquarium Berlin und Zentrum West

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