Nationalpark Paklenica und Titos Bunker

Wie wir zu Titos Bunker kamen

Wir sind mal wieder in Zadar im Urlaub, beim Opa. Das bedeutet den Strand und die Atmosphäre der Region geniessen. Was gehört noch dazu? Natürlich die tägliche Zeitungslektüre des Opas, um uns die Welt zu erklären in dem er sagt „ich habe in der Zeitung gelesen…“ Doch an einem der Tage wurde meine Frau hellhörig, als der Opa einen  Bunker im Nationalpark Paklenica erwähnte.

In diesem Sommer wurde eine alte Bunkeranlage neu eröffnet. Die Bunkeranlage  wurde  in den fünfziger Jahren, als es zu Anspannungen zwischen Tito und Stalin kam, erbaut. Sie solte dem Regime um Tito Schutz bieten. Der Bunker war der letzte Stein des Anstosses für uns endlich auch diesen Nationalpark zu besuchen. Man hat viel von der Flora- und Faunavielfalt gelesen, viel gehört über das Kletterparadies Paklenica. Doch was uns wirklich erwartet, wusste keiner.  Wir beschlossen uns den Nationalpark und das Objekt anzusehen. (Bei uns in der Familie hörte man Tito und Bunker und wir waren Feuer und Flamme dieses Objekt zu sehen. Eines möchte ich an dieser Stelle noch klarstellen, ein Teil der Familie ist neugierig wenn es um Tito geht und der andere Teil verachtet ihn als einen schlimmen Diktator.)

Nationalpark Paklenica

Der Nationalpark Paklenica befindet sich im Velebit, dem längsten (145 km) kroatischen Gebierge mit einer maximalen Höhe von  1757 Metern. Der Nationalpark ist ca. 45 km von Zadar entfernt, so dass man er ohne grossen Aufwand von Zadar zu errreichen ist. Kurze Anreisen sind wichtig für unsere Tochter, welche mittlerweile nach 10 Minuten Autofahrt fragt, ob wir angekommen sind (meine Frau übrigens auch).

Nach ca. 40 Minuten kommt man am Eingang des Nationalparks an. Der Eintritt ist im Vergleich zu den anderen Nationalparks in Kroatien bescheiden. Die Mitarbeiter sind  sehr freundlich und hilfbereit. Das Auto muss man unweit des Einganges abstellen und dann wandert man. Ein wahrer Genuss mit einer 4 jährigen und dem 77 Jahre alten Opa wandern zu gehen, dachte ich mir. Doch die beiden machten Ihre Sache ganz gut.

Wenige Schritte gelaufen und man befindet sich in einer Schlucht. Ein riesiges Bergmassiv baut sich auf, welches einen in Staunen vesetzt.NP-Paklenica

Es ist wirklich ein atemberaubender Anblick. Zudem befinden sich am Weg Schilder, welche Anzeigen was für Filme an diesen Stellen gedreht wurden. Unter anderem Winnetou (sollte der älteren Generation ein Begriff sein).

Entlang der Weges in der Schlucht bereiteten die Kletterer ihr Equipment vor. Sie hängen über einem, wenn man den Weg entlang läuft.Nationalpark Paklenica Klettern Unsere Tochter war fasziniert, wir aber auch.  Sie fragte nicht viel bezüglich der Kletterer, sie beobachtete nur. Sie fragte was anderes.  Sie fragte ständig, ob wir Bären sehen werden. Erklären sie mal einem kleinen Mädchen, dass die Bären zwar hier irgendwo sind aber wir sich nicht sehen werden.

Mit der Zeit haben wir bemerkt, dass in den Wänden der Massivs Hacken bereits vorhanden waren, so dass man hier „lediglich“ klettern musste. Es war schon sehr interessant wie jung und alt sich an den Wänden dieser Schlucht hochhangelten. Es waren sehr viele Kinder unterwegs, die mit ihren Eltern kletterten.

Klettern NP-Paklenica

Titos Bunker

Dann  sind  wir endlich am Bunker angekommen.  Wir benötigten ca. 20 Minuten vom Parkplatz. Die Anlage erschien uns recht groß und wir stellten uns die Frage, wie solch eine Anlage in den 50-er Jahren erstellt werden konnte.Titos BunkerTitos Bunker Aussen

Titos Bunker Eingang

Die Neue Bunkeranlage beinhaltet einen Souvenirshop, ein Cafe (beides nich nicht in Funktion vier Tage nach der Eröffnung)

Titos Bunker Gang

Titos Bunker ÜberblickTitos Bunker Tür

und ein Veranstaltungszentrum. In diesem Raum wird ein Film des Nationalparks gezeigt, man kann Knoten üben und es gibt eine Kletterwand für die kleinen. Unsere Tochter ist sofort drauf los und versuchte sich an der Wand.

Paklenica Bunker Innen

Beim Klettern

Wir  hatten den Eindruck , dass sie Spass dabei hatte und einiges aufgeschnappt hat bei den „Live-Klettterern“ draussen.

Von dort aus hätte man jetzt noch ca. 1-2 Stunden wandern können, um an Berghütten zu gelangen. Doch für solch eine Wanderung waren wir nicht vorbereitet. Somit beschlossen wir den Rückweg anzutretten. Nach wenigen Metern machte natürlich unsere Tochter schlapp. Das war jedoch nicht schlimm, da sie sich bereits ausgetobt hatte. Ich war schliesslich froh nicht noch den Opa tragen zu müssen.

Paklenica

Die ganze Familie war froh den Ausflug gemacht zu haben.Wir haben wundervolle Natur erlebt und schöne Stunden abseits des Trubbels am Strand gehabt.  Da wir keine Kletterer sind, könnten wir uns vorstellen beim nächsten mal einen längere Wanderung zu machen (wenn die Tochter größer ist).Bitte festes Schuwerk nicht vergessen. Der Bunker ist durch die Kletterwand für die kleinen,die Filme und seine historische Bedeutung  ein  Muss.   Denke die Wahl lediglich bis zum Bunker zu wandern und dann umzukehren war vollkommen richtig. Dadurch haben wir einen Enblick in den Nationalpark bekommen. Für mehr hat es in diese Jahr nicht gereicht.

 

Und wieder ein fettes DANKE an meinen Mann, der den Beitrag verfasst hat. Ich komme vielleicht nicht immer ganz super bei weg, aber hey, unwahr sind seine Aussagen auch nicht 😉

2 Gedanken zu „Nationalpark Paklenica und Titos Bunker

  1. Hey klingt interessant, haben auch einen 4 jährigen dabei 🙂 wo genau muss ich hin, um nicht allzu weit zu Fuß laufen zu müssen, kannst du mir ne Info fürs Navi geben? Lg danke!

    • Liebe Mel,
      entschuldige bitte die späte Antwort. Nach Starigrad fahren und der Beschilderung Richtung Nationalpark Paklenica folgen von der Landstraße aus. So haben wir das gemacht und sind dann zum Eingang gekommen. Fußweg dann sind ca. 10-15 Minuten bis man zum Bunker kommt.

      Liebe Grüße,
      Gordana

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