Miyajima

Nach unserem Besuch in Hiroshima sind wir nach Miyajima gefahren. Miyajima ist eine kleine Insel direkt vor Hiroshima. Sie ist bekannt für ihr Torii, das im Wasser steht.

Mit dem Zug bis zur Fähre und dann haben wir übergesetzt. Die Fähre war durch den Japan-Rail-Pass abgedeckt. Es fahren zwei Gesellschaften rüber zur Insel.

Die Überfahrt findet ca. alle 20 Min. statt und dauert ca. 15-20 Minuten.

Es war bereist Abend als wir zur Insel fuhren und es begann zu dämmern. Eine wunderbare Zeit überzusetzen. Wir sind direkt aufs Torii zugefahren und hatten einen tollen Blick drauf.

Unser Blick von der Fähre aus

Eine Nacht auf Miyajima

Wir hatten auf Miyajima nur eine Nacht gebucht, von Samstag auf Sonntag. Als wir auf der Insel ankamen erwartete uns eine wunderbare Ruhe. Die Insel schien leer bis auf die hier

Rehe gibt es unglaublich viele auf der Insel. Sie sind sehr zahm und kommen auf einen zu. Es stehen überall Warnungen, dass man sie nicht füttern soll und keinen Müll rumliegen lassen, denn sie essen alles. Dies durften wir am nächsten Tag leider sehr live erleben. Wir hatten uns einen Kaffee geholt und den Deckel abgenommen und schauten Richtugn Meer. Das Reh stand praktisch hinter uns und kaute schon am Deckel bevor wir es bemerkten. Gemeinsam mit einem anderen Touristen holten wir den Deckel beherzt aus seinem Maul. Es war unglaublich, wir hatten Null bemerkt, dass es hinter uns stand. Alles ging recht schnell. Die Schilder sind wirklich ernst zu nehmen.

Unsere Unterkunft hatten wir direkt am Hafen Richtugn Torii gebucht. Der Hafen ist praktisch im Zentrum und bis zum Torii waren es ca. 15 Minuten Fußweg.

Wir hatten uns für Futon als Bett entschieden um dies in Japan zu erleben.

Die Tochter war so gar nicht begeistert davon. Und ich muss gestehen meins war es auch nicht. Vielleicht ist es Gewöhnung, aber es ist wie es ist, ich mag dickere Matrazen.

In der Unterkunft waren wir nur sehr kurz und dann gingen wir raus Richtung Torii. Ein Torii ist übrigens der Eingang zu einem Schrein. Es soll die normale Welt von der sakralen trennen und den Übergang darstellen. Dieses Torii in Miyajima ist sehr bekannt und oft ein Wahrzeichen für Japan, denn es stellt die tradionelle japanische Archiktur dar.

Das Torii

und der Itsukushima-Schrein lagen friedlich im Wasser.

Wir konnten hören, dass im Schrein etwas statt fand. Es war nicht laut, nur belebt.

Es war schon dunkel, aber erst gegen 20:30 Uhr. Wir wollten einkehren um ein selbstgebrautes Bier zu trinken, da wurde uns gesagt, dass sie gleich schliessen, nämlich um 21 Uhr. Schade, aber die Leute waren sehr sehr freundlich.

Auf dem Rückweg liefen wir durchs Zentrum. Wir trafen praktisch keine Menschen. Alles war ruhig und leer.

Der Tag

Der Morgen bot uns einen komplett anderen Blick. Wir hatten einen tollen Blick auf das Torii.


Aus dem Fenster konnten wir sehr gut die Promenade einsehen, die zum Torii und Schrein führt. Es wuselte nur so von Menschen.

Der Alltag in Miyajima beginnt. Der Rikscha-Fahrer macht sich bereit für den Tag. Die Fähren brachten in kurzem Takt immer mehr Menschen auf die Insel. Wir waren sehr überrascht über den Gegensatz, machten uns fertig und los ging es.

Zuerst liefen wir direkt am Meer entlang Richtung Torii. Wunderschön.

Und machte auch direkt Spaß

Wir trafen „alte Bekannte“ wieder

Und gingen wieder in Zentrum, das unglaublich voll war. Hier trafen wir auf eine Spezialität der Insel, die Ahornkekse. Sie werden dort auch live hergestellt. Eigentlich ist es eine japanische Spezialität, Manju, die es hier mit verschiedenen Füllungen gibt, natürlich auch mir typischer roter Bohnenpaste. Ich fand sie ganz lecker, vor allem da sie noch warm waren. Kalt waren sie nicht ganz so der Knüller. Die Läden, die die Kekse verkaufen bieten auch Cafes an. Und dort schauten wir auf diesen wunderbaren japanischen Garten, mitten im Trubel des Zentrums von Miyajima.

Der Schrein kostet Eintritt und da es so voll war tagsüber, sind wir nicht rein. Beim Spaziergang durch das Zentrum lerneten wir, dass der hölzerne Reislöffel hier auf der Insel von einem Mönch erfunden wurde. Es gab ihn überall als Souvenir zu kaufen und er wurde touristisch inszeniert 🙂 Ich muss ja gestehen, dass ich Lernen dieser Art extrem spannend finde, denn es lenkt den Blick auf Dinge über die ich mir nie Gedanken gemacht habe. Offen gestanden habe ich nicht mal gewußt, dass es überhaupt einen Reislöffel gibt.

Fazit

Wir begaben uns nach einigen Stunden wieder auf die Fähre. Nach dem Trubel von Tokio und Kyoto und den Eindrücken Hiroshimas Geschichte war Miyajima eine wunderbare Abwechslung. Der Gegensatz von Abend und Tag war wirklich faszinierend. Ich kann es nur empfehlen und die Anreise ist wirklich mehr als einfach.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.