Japan – Vorbereitungen

Warum wir Japan gewählt haben

Wir wollten noch eine Fernreise machen bevor die Tochter zur Schule kommt. In die engere Auswahl nahmen wir Kenia, Myanmar, Namibia und Japan. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschieden wir uns für Japan, weil mein Mann und ich feststellten, dass wir beide da schon länger mal hinwollten (er hatte sogar mal überlegt Japanologie zu studieren).

Wir hatten gelesen und gehört, dass Japan ist ein sehr sicheres Reiseland sei, was unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst hat. Ich kann nur bestätigen, dass Japan ein sicheres Reiseland ist. Wir haben uns in keinem Moment unsicher oder verloren gefühlt. Das Reisen mit Kind ist in Japan sehr angenehm und sicher.

Und mal so als Spoiler, es war phantastisch! Ich denke oft an Japan. Die Bilder anschauen bereitet mir sehr große Freude. Und auch wenn diese Blogbeiträge später kommen, es bringt mir Japan in Gedanken wieder zurück und das ist einfach schön. Ich kann jedem nur empfehlen nach Japan zu fliegen!

Unterkunft und Route

Wir beschlossen einen Direktflug zu wählen, denn ein Umstieg mit Kind macht nur so mittelmäßig Spaß. Es war durchaus ein wenig teurer, aber nerventechnisch lohnt es sich. Denn wenn man selbst übermüdet ist und dann mit übermüdetem Kind aus dem Flieger aussteigen, dann durch die Sicherheitskontrollen, dann Warten und dann wieder Einsteigen – nee, das hörte sich so gar nicht attraktiv an. Also sind wir direkt Frankfurt – Tokio geflogen. Der Flug dauert ca. 11 Stunden und ist mit Kind wirklich machbar. Es gibt genug zu Essen und die Tochter freute sich sehr darüber soviel Filme schauen zu dürfen 🙂 .

Wir legten als Reisezeitraum zwei Wochen fest, von Mitte bis Ende Mai 2018. Im Januar haben wir unsere Unterkünfte aus Deutschland heraus gebucht. Achtung, die Bezahlung erfolgte z.T. vor Reiseantritt. Wir haben über eine gängige Plattform gebucht und da ist klar gesagt worden, dass die Abbuchung vorher erfolgt. Im Schnitt haben wir ca. 90-100 Euro/Nacht gezahlt, meist ohne Frühstück. Für die doch recht kurzfristige Buchung fand ich die Preise recht moderat. Bei den Unterkünften haben wir neben dem Preis auf die Lage geachtet. In Tokio sind wir bewusst in zwei verschiedenen Stadtteilen, Ueno (Ankunft) und Roppongi (Abreise) untergekommen, um mehr von der Atmosphäre der Stadt zu erleben. In Kyoto, Miyajima und Kurashiki war es uns wichtig zentral zu sein.

Für uns war klar, dass wir auch innerhalb Japans reisen wollten. Wir versuchten also eine Strecke festzulegen und beschlossen eine sehr typische Rundreise zu machen. Uns war klar, dass wir nur einen minikleinen Eindruck des Landes bekommen. Wir wählten als Route Tokio-Kyoto-HiroshimaMiyajima-Kurashiki-Tokio. Das ist praktisch alles in Richtung Westen von Tokio aus. Unser Ziel war es ca. zwei Stunden Fahrt zwischen den einzelnen Zielen zu haben. Hat ganz gut geklappt bis auf die Reise Kurashiki-Tokio, das hat ca. vier Stunden gedauert. Da hätten wir uns besser informieren sollen. Man lernt nie aus.

Als Fortbewegungsmittel wählten wir die Bahn, den Shinkansen. Der Shikansen vereint für Touristen soviel, er an sich ist eine Sehenwürdigkeit, die Fahrt ist ein Erlebnis, auch durch die Pünktlichkeit :-), und es ist eine nachhaltige Form des Reisens.

Japan Rail Pass

Als Ausländer in Japan kann man mit dem Japan-Rail-Pass sehr gut reisen. Der Pass ist so etwas wie eine BahnCard 100 für einen Zeitraum von 7, 14 oder 21 Tagen. Wir wählten die Region, die wir besuchen wollten und konnten dann soviel Zug fahren wie wir wollten. Es ist empfehlenswert Sitzplätze für den gewählten Zug zu reservieren. Das war ganz einfach und kostenlos. Wir sind in einen JR (Japan Rail) Büro gegangen und haben reserviert. Welchen Zug wir nehmen wollten, haben wir ganz unkompliziert in der kostenlosen App Hyperdia herausgefunden. Mit dem Japan Rail Pass kann man alle Züge, ausser des Nozomi und Mizho, nutzen. Die App sagte uns auch welchen Zug wir eben nehmen konnten und welchen nicht. Und die Züge, die wir genutzt haben, waren defintiv auch nicht langsam! Ein weiterer Vorteil des Japan Rail Passes ist es, dass es verschiedene Vergünstigungen gibt für den Transport in Japan, d.h. in Tokio konnten wir bestimmte Linien kostenlos nutzen, der Hop On Hop Off Bus in Hiroshima und die Fähre nach Miyajima waren kostenlos. Einfach Pass vorzeigen und durchgehen.

Wie kriege ich den Japan Rail Pass?

In Deutschland haben wir einen Gutschein (Voucher) für den Pass gekauft, denn wir am Flughafen in Tokio in einem JR Büro gegen den Pass getauscht haben. Die Tochter hat nur 50% des Preises gezahlt. Den Voucher bekommt man online oder in einer japanischen Fremdenverkehrszentrale, wenn es diese in Deiner Stadt gibt. Das mag sich irgendwie kompliziert anhören, ist es aber wirklich gar nicht.

Der Pass ist nicht günstig, daher lohnt sich das Rechnen für wie viele Tage er gekauft wird. Ich würde ihn empfehlen, denn er gibt Freiheit im Reisen, macht Spaß und ist nachhaltig.

Weitere Vorbereitungen

Mein Mann, so gar nicht Backpacker, ließ sich überzeugen, dass Rucksäcke die beste Art des Gepäcks seien für unsere Reise. Wir haben die Sachen gerollt und konnten am Ende der Reise ohne Probleme alle Souvenirs auch unterbringen.

Wir haben wirklich optimal geplant und nahmen Kleidung für ca. eine Woche mit und haben dort gewaschen. Auch das Waschen bezogen wir mit in unsere Planung ein, d.h. wir achteten daruaf, dass die Unterkunft nach einer Woche eine Waschmöglichkeit hat. Es hat prima geklappt. Und mein Mann fand Reisen mit dem Rucksack super.

Wir wechselten bereits in Deutschland Euro in Yen. Aufgrund des Wechselkurses schien uns das richtig.

Es konnte losgehen…

Hiroshima

Insel Miyajima

Hilfreiche Japanblogs

Natürlich haben wir online nach Tipps gesucht und sind auf hilfreiche Blogs gestossen. Offen gestanden war ich am Anfang etwas hilflos, denn es gibt soviel zu sehen und zu wissen. Alles schien mir ein Rätsel. Es war aber wie meist, je mehr ich mich mit Japan beschäftigte, desto klarer wurde es. Sehr hilfreich für die Vorbereitung war der Blog Wanderweib. Die Autorin lebt in Japan und erklärt einfach alles super.

Weltwunderer sind als Familie nach Japan gefahren und haben Japan mit dem Campervan entdeckt. Spannend und gute Tipps.

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