Miyajima

Nach unserem Besuch in Hiroshima sind wir nach Miyajima gefahren. Miyajima ist eine kleine Insel direkt vor Hiroshima. Sie ist bekannt für ihr Torii, das im Wasser steht.

Mit dem Zug bis zur Fähre und dann haben wir übergesetzt. Die Fähre war durch den Japan-Rail-Pass abgedeckt. Es fahren zwei Gesellschaften rüber zur Insel.

Die Überfahrt findet ca. alle 20 Min. statt und dauert ca. 15-20 Minuten.

Es war bereist Abend als wir zur Insel fuhren und es begann zu dämmern. Eine wunderbare Zeit überzusetzen. Wir sind direkt aufs Torii zugefahren und hatten einen tollen Blick drauf.

Unser Blick von der Fähre aus
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Tagebuch

Seit eienr Weile denke ich, dass es sich anfühlt als hätte ich verschiedene Leben gelebt, einmal als Jugendliche, dann als Single in Berlin und als Mama in Frankfurt. Da fielen mir meine Tagebücher ein, die ich schon seit langem mal wieder lesen wollte, begonnen habe ich am 24.1.1988. Letzten Sonntag war es soweit und ich habe gelesen, und bin aktuell bis 1990 gekommen. Ich habe damals nicht täglich geschrieben, aber dennoch geht es bis 1997, und ich freue mich auf den Rest.

Es sind 11 Hefte, die als Beitragsbild abgebildet sind und da musste ich schon sehr lachen. Die Umschläge sind wahrscheinlich aus der Zeitschriften, die ich damals gelesen habe, Mädchen, Girl (keine Werbung, trotz Nennung. Ich weiß nicht mal ob die Zeitschriften nocht existieren). Der Pubertätseinfluß mit den damaligen Interessen ist auf jeden Fall erkennbar :-).

Historisches 🙂

Ich begann also mit etwas über 12 Jahren zu schreiben und wohnte damals in West-Berlin. Es war die Zeit vor der Wiedervereinigung, somit sind auch historische Ereignisse in diese Zeit gefallen, z.B. der Mauerfall

Ich war hier wohl eher etwas wortkarg und eher nicht historisch interessiert 🙂 Denn in meiner Erinnerung weiss ich noch sehr gut, dass es eine sauspannende Zeit war, dass Berlin so voll war, dass wir zur Schule laufen mussten statt U-Bahn zu fahren, denn diese waren komplett voll. Ich erinnere mich an die Schlangen vor den Banken für das Begrüßungsgeld und daran, dass ein Supermarkt in Rudow (war damals Grenze) tagsüber schließen musste um die Regale aufzufüllen. Sie kamen einfach nicht hinterher. Es war eine tolle Zeit mit besonderer Atmosphäre in der Stadt.

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Hiroshima

Aus Kyoto fuhren wir sehr früh morgens nach Hiroshima. Hiroshima war mir wichtig. Ich wollte unbedingt hin. Was dort geschah, ist Teil unserer Geschichte. Und trotz der Gefühle, die mich dort übermannt haben, bereue ich es nicht dort gewesen zu sein. Es ist so etwas anderes über die Atombombe im Geschichtsbuch zu lesen oder eben da zu sein.

Wir hatten geplant in Hiroshima einen Tag zu verbringen bevor es dann nach Miyajima weiter ging, einer Insel vor Hiroshima, wo wir auch übernachtet haben. In Hiroshima waren wir ca. sieben/acht Stunden, und es war zu kurz.

Hiroshima habe ich als junge und lebendige Stadt erlebt, die soviel mehr ist als nur ihr schweres Erbe.

Hiroshima Stationen

Wir kamen am Bahnhof Hiroshima an und begeneten lauter Baseballfans. So lernten wir, dass Baseball eine beliebte Sportart in Hiroshima ist.

Und ich sah, dass Bauten der 50er und 60er Jahre weltweit wirklich keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. In Hiroshima musste vieles „neu“ aufgebaut werden nach dem Abwurf, wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg auch, und die Architektur damals trifft einfach nicht meinen Geschmack.

Wir setzten uns in den Hop on-Hop off Bus, der mit dem Japan Rail Pass kostenlos genutzt werden kann. Dieser Bus war am Bahnhof problemlos zu finden. Er fährt verschiedene Stationen an. Unsere erste Station war die Burg (Karpfenburg genannt).

Hiroshima Burg

Dort begegneten wir das erste Mal dem Atombombenabwurf, denn wir kamen an der Ruine der Burg vorbei. Sie war Ende des 16. Jahrhunderts erbaut worden und ist beim Atombombenabwurf 1945 zerstört worden.

Diese lag auf dem Weg zur Nachbildung der Burg, die 1958 erbaut wurde. Die Burg kostet Eintritt und ist nicht sehr groß. Im Inneren ist eine Ausstellung zu Samuraischwertern und der früheren Zeit zu besichtigen.

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