Welche Zukunft wünsche ich meinem Kind?

Anne von top-Elternblogs ruft zur Blogparade auf mit der spannenden Frage: Welche Zukunft wünsche ich meinem Kind?

Erst einmal natürlich die „Miss Undercover“ Antwort: Weltfrieden 🙂

Aber Spaß beiseite, natürlich wünsche ich meiner Tochter, dass sie in einer friedlichen Welt aufwächst. Ich wünsche ihr dass sich etwas wie der 2. Weltkrieg nie wiederholt, aber ich glaube auch nicht, dass er das wird, denn ich glaube dass die Gefahren jetzt andere sind. Die Kriege sind andere, sie sind nicht mehr professionell geführt, sondern mitten unter uns Zivilisten wie 9/11 zeigt. Das macht mir Angst. Aber wenn ich an diese Angst denke dann hätte es meine Tochter nie geben dürfen.

Deswegen werde ich meine Wünsche für die Zukunft mehr auf den Mikrokosmos der unmittelbaren Welt meiner Tochter beschränken.

Es gibt etwas was ich ihr mehr als alles andere Wünsche und das sind wirklich gute Freunde!

Es mag kitschig klingen und abgedroschen, aber für mich bedeuten Freunde Wärme, Ankommen und Geborgen sein, egal wo ich bin.

Ich wünsche ihr, dass sie einen Beruf ergreift der sie erfüllt.

Ich wünsche ihr, dass sie ihre Entscheidungen nach besten Wissen und Gewissen trifft auch wenn sie damit mal gegen den Strom schwimmt. Ich wünsche ihr, dass sie die Kraft hat für sich und ihre Ideen Einzustehen, ihr eigenes „Ich“ zu haben, wie mein Vater so schön sagte.

Ich wünsche ihr dass sie begreift, dass materieller Besitz bindet und Freiheit ein hohes Gut ist. Ich denke, dass viel Besitz und davon noch mehr nicht unbedingt erstrebenswert sind, denn er ist doch endlich und kann abhanden kommen. Die Tatsache des „Verlierenkönnens“ führt zu stetiger Angst und Sorge, und das ist kein wünschenswerter Zustand. Deswegen wünsche ich ihr viel von innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Ich wünsche ihr, dass sie ihre Mitte findet und behält. Sie wird Widrigkeiten im Leben begegnen, ich hasse diese schon jetzt, aber ich wünsche ihr und auch mir, dass sie eben gewappnet ist durch ihre innere Mitte.

Hört sich alles irgendwie krass esoterisch an. Bin etwas überrascht was ich da so schreibe. Aber es ist meine innerste Überzeugung dass sich die Dinge im Leben regeln wenn man in sich ruht, einfach die richtigen Dinge für sich tut ohne dabei Anderen auf die Füße zu treten.

Das wünsche ich ihr auch, dass sie ein rücksichtsvoller Mensch wird. Ich wünsche ihr vor allem eine Umgebung in der sie das sein kann und darf, d.h. nicht ausgenutzt oder ausgebeutet wird weil sie nicht mit Ellenbogen durch die Gegend läuft.

Ich wünsche ihr eine Gesellschaft, die mütterfreundlicher ist. Sollte sie Mutter werden wollen und sein, hoffe ich, dass es einfach fairer zugeht in der Berufswelt als jetzt.

Ich denke, dass man selbst viel für ein ausgefüllt glückliches Leben tun kann in dem man fair sich Selbst und Anderen gegenüber ist. Aber man braucht auch ein wenig Glück oder eben jenen glücklichen Zufall, der oft das i-Tüpfelchen im Leben ist, und genau dieses Quäntchen Glück wünsche ich ihr.

Ich wünsche ihr, dass sie begreift dass ihr Leben in ihrer Hand liegt mit allen Chancen.

10 Gedanken zu „Welche Zukunft wünsche ich meinem Kind?

  1. Das sind ehrliche und richtige Worte. Danke dafür. Ich kann mich nur anschließen! Ich hoffe, dass Deine Tochter die Zukunft erlebt, die Du für sie hier so schön und treffend beschrieben hast.

  2. Hey Gordana,
    vielen lieben Dank für deine wunderschöne „Wunschliste“. Möge sie in Erfüllung gehen!
    Was du schreibst, deckt sich mit meiner Wahrnehmung der Welt und der Lebensumstände. Insofern finde ich es überhaupt nicht esoterisch. Geld und Besitz binden, denn das, was man hat, möchte man ungern verlieren. Also begibt man sich in einen goldenen Käfig.
    Vor kurzem ist mir aber bewusst geworden, dass man sich mit Geld auch Freiheit kaufen kann (hier habe ich die gestiegenen Mieten in Berlin im Hinterkopf: wenn man wenig Geld hat, wird man in die wirklich unschönen Viertel der Stadt verbannt…).
    Ganz ohne Geld läuft’s also doch nicht. Aber das ist dir ja bewusst. Schließlich wünschst du deiner Tochter auch einen fairen Job.
    LG Anne

    • Liebe Anne,
      lieben Dank für Deine Wünsche! Aber auch für Deine kluge Anmerkung! Bei allen guten Wünschen darf man eben die Realität nicht vergessen, und die heisst nun Geld. Ich stimme Dir zu, dass Geld eben auch Freiheit bedeutet, leider.
      Wünschen wir unseren Kindern einfach, dass sie genug davon haben und sie das Geld regieren und nicht das Geld sie!
      Liebste Grüße,
      Gordana

  3. Liebe Gordana, ich hoffe deine Tochter wird einen Großteil, dieser Wünsche verwirklichen. In Kombination mit etwas mehr Realitätsnähe wird sie sicher ein tolles Leben haben. Ich wünsche Ihr das sie ihren Weg findet und zufrieden mit sich selbst ist. Denn dann wird sie selbstbewusst, rücksichtsvoll und aufmerksam durchs Leben gehen.
    Ein Vater

  4. Jaaa, genau so!!!! In diese Welt wünsche ich mir auch meinen kleinen Engel. Wie sagt man so schön?
    Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.

    LG,
    Eladri

    • Liebe Eladri,
      genau, in seidenen Kissen weint es sich leichter, grins.
      Und auch Deinem kleinen Engel nur das Beste!!!
      Liebste Grüße,
      Gordana

  5. Hallo Gordana,
    wir beteiligen uns ebenfalls an dieser Blogparade, und ich schaue mir auch die Beiträge der anderen Teilnehmer an.
    Bei dir finde ich die Betonung guter Freundschaften für mich am wichtigsten 🙂
    Liebe Grüße
    Andreas

    • Hallo Andreas,
      Freundschaften spielen für mich auch eine zentrale Rolle im Leben. Sie bedeuten mir viel und ich finde sie wahnsinnig wichtig.
      Liebste Grüße,
      Gordana

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