Japan – Vorbereitungen

Warum wir Japan gewählt haben

Wir wollten noch eine Fernreise machen bevor die Tochter zur Schule kommt. In die engere Auswahl nahmen wir Kenia, Myanmar, Namibia und Japan. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschieden wir uns für Japan, weil mein Mann und ich feststellten, dass wir beide da schon länger mal hinwollten (er hatte sogar mal überlegt Japanologie zu studieren).

Wir hatten gelesen und gehört, dass Japan ist ein sehr sicheres Reiseland sei, was unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst hat. Ich kann nur bestätigen, dass Japan ein sicheres Reiseland ist. Wir haben uns in keinem Moment unsicher oder verloren gefühlt. Das Reisen mit Kind ist in Japan sehr angenehm und sicher.

Und mal so als Spoiler, es war phantastisch! Ich denke oft an Japan. Die Bilder anschauen bereitet mir sehr große Freude. Und auch wenn diese Blogbeiträge später kommen, es bringt mir Japan in Gedanken wieder zurück und das ist einfach schön. Ich kann jedem nur empfehlen nach Japan zu fliegen!

Unterkunft und Route

Wir beschlossen einen Direktflug zu wählen, denn ein Umstieg mit Kind macht nur so mittelmäßig Spaß. Es war durchaus ein wenig teurer, aber nerventechnisch lohnt es sich. Denn wenn man selbst übermüdet ist und dann mit übermüdetem Kind aus dem Flieger aussteigen, dann durch die Sicherheitskontrollen, dann Warten und dann wieder Einsteigen – nee, das hörte sich so gar nicht attraktiv an. Also sind wir direkt Frankfurt – Tokio geflogen. Der Flug dauert ca. 11 Stunden und ist mit Kind wirklich machbar. Es gibt genug zu Essen und die Tochter freute sich sehr darüber soviel Filme schauen zu dürfen 🙂 .

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Nationalpark Brijuni

Brijuni wollte ich schon lange besuchen und nun, während wir in Istrien waren, war die Gelegenheit. Mit Brijuni habe ich immer nur Tito verbunden, den ehemaligen Staatspräsidenten Jugoslawiens. Doch Brijuni ist so viel mehr…

Anreise

Wenn man in Istrien ist, ist der Nationalpark Brijuni nie weit. Unsere Anreise erfolgte von Vižnada aus, wo wir super untergbracht waren. Wir fuhren ca. 45 Minuten nach Fažana, von wo aus die Fähre auf die Insel fährt. Es ist auch möglich von Pula aus zu fahren. In Fažana gibt es extra Parkplätze für den Nationalpark, die ausgeschildert sind. Die Parkplätze sind kostenpflichtig.

Wir sind ein paar Meter vom Parkplatz zur Verkaufsstation der Eintrittskarten gelaufen. In den Nationalpark gelangt man mit der Fähre. Die Karten dafür werden nur (Stand 04/2019) als geführte Touren verkauft, d.h. wir haben eine vierstündige geführte Tour auf Deutsch gekauft. Die Plätze sind begrenzt, daher lohnt es sich durchaus zu reservieren. Die Touren werden in verschiedenen Sprachen angeboten und wann die gewünschte Sprache im Angebot ist, kann man online checken. Der Eintrittspreis variiert je nach Jahreszeit und ist durchaus nicht günstig. Es lohnt sich dennoch.

Der Nationalpark Brijuni

Die Überfahrt mit der Fähre dauert ca. 15 Minuten. Wir kamen auf der Insel Velik Brijun (Großer Brijun) an. Dort versammelten die Reiseführer ihre Gruppe, indem sie ein Schild mit der jeweiligen Sprache hochhielten. Unsere Reiseleiterin sprach hervorragend Deutsch.

Brijuni sind ein Archipel mit 14 Inseln. Die größte Insel heißt Velik Brijun und auf der befanden wir uns. Dies ist auch die Insel, die für Besucher zugänglich ist. Die anderen Inseln können regulär nicht besucht werden. Robert Koch gilt als Befreier der Insel, den er befreite im 19. Jahrhundert die Insel von der Malaria, indem er die Sümpfe trocken legte. Insgesamt waren die Inseln seit jeher begehrt, denn es gibt römische Überreste und sie gehörte mal einem Österreicher. Es gab einen Zoo und eine Art Aklimatisierungsstätte für Tiere, die nach Europa kamen.

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Ein bisschen Istrien

Eine Gegend in Kroatien, die ich bisher nur 2x im Leben besucht habe, ist Istrien. Dieser Teil Kroatiens liegt im Nordwesten und grenzt an Slowenien. Istrien hat eine turbulente Geschichte hinter sich, denn die Länderzugehörigkeit hat sich immer wieder geändert. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat es zu Italien, zu Jugoslawien und zu Kroatien gehört, zu dem es auch jetzt gehört. Spannend ist, dass es nicht an Italien grenzt, der italienische Einfluß aber überall sichtbar ist. In der Schule z.B. lernt man beide Sprachen. Die Straßenschildern sind zweisprachig und praktisch jeder spricht in Istrien Italienisch.

Ich liebe diese Schilder! Ich finde Ghedda ist ein extrem cooles Wort. Mein Knüller ist aber die verschiedene Schreibweise am Ein- und Ausgang des Ortes. Dies war übrigens in beide Richtungen falsch geschrieben. Ghedda liegt auf dem Weg zwischen Vižinada und Poreč.

Anreise

Wir machten den Weg zum Ziel und reisten aus Frankfurt mit dem Auto über Italien an und ab. Die Fahrt ging morgens gegen 4:30 Uhr los, und wir hatten freie Fahrt., was sehr angenehem war. An diesem Tag waren wir in fünf Ländern: Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien.

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