Hiroshima

Aus Kyoto fuhren wir sehr früh morgens nach Hiroshima. Hiroshima war mir wichtig. Ich wollte unbedingt hin. Was dort geschah, ist Teil unserer Geschichte. Und trotz der Gefühle, die mich dort übermannt haben, bereue ich es nicht dort gewesen zu sein. Es ist so etwas anderes über die Atombombe im Geschichtsbuch zu lesen oder eben da zu sein.

Wir hatten geplant in Hiroshima einen Tag zu verbringen bevor es dann nach Miyajima weiter ging, einer Insel vor Hiroshima, wo wir auch übernachtet haben. In Hiroshima waren wir ca. sieben/acht Stunden, und es war zu kurz.

Hiroshima habe ich als junge und lebendige Stadt erlebt, die soviel mehr ist als nur ihr schweres Erbe.

Hiroshima Stationen

Wir kamen am Bahnhof Hiroshima an und begeneten lauter Baseballfans. So lernten wir, dass Baseball eine beliebte Sportart in Hiroshima ist.

Und ich sah, dass Bauten der 50er und 60er Jahre weltweit wirklich keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. In Hiroshima musste vieles „neu“ aufgebaut werden nach dem Abwurf, wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg auch, und die Architektur damals trifft einfach nicht meinen Geschmack.

Wir setzten uns in den Hop on-Hop off Bus, der mit dem Japan Rail Pass kostenlos genutzt werden kann. Dieser Bus war am Bahnhof problemlos zu finden. Er fährt verschiedene Stationen an. Unsere erste Station war die Burg (Karpfenburg genannt).

Hiroshima Burg

Dort begegneten wir das erste Mal dem Atombombenabwurf, denn wir kamen an der Ruine der Burg vorbei. Sie war Ende des 16. Jahrhunderts erbaut worden und ist beim Atombombenabwurf 1945 zerstört worden.

Diese lag auf dem Weg zur Nachbildung der Burg, die 1958 erbaut wurde. Die Burg kostet Eintritt und ist nicht sehr groß. Im Inneren ist eine Ausstellung zu Samuraischwertern und der früheren Zeit zu besichtigen.

Weiterlesen

Japan – Vorbereitungen

Warum wir Japan gewählt haben

Wir wollten noch eine Fernreise machen bevor die Tochter zur Schule kommt. In die engere Auswahl nahmen wir Kenia, Myanmar, Namibia und Japan. Nach einigem Hin- und Herüberlegen entschieden wir uns für Japan, weil mein Mann und ich feststellten, dass wir beide da schon länger mal hinwollten (er hatte sogar mal überlegt Japanologie zu studieren).

Wir hatten gelesen und gehört, dass Japan ist ein sehr sicheres Reiseland sei, was unsere Entscheidung maßgeblich beeinflusst hat. Ich kann nur bestätigen, dass Japan ein sicheres Reiseland ist. Wir haben uns in keinem Moment unsicher oder verloren gefühlt. Das Reisen mit Kind ist in Japan sehr angenehm und sicher.

Und mal so als Spoiler, es war phantastisch! Ich denke oft an Japan. Die Bilder anschauen bereitet mir sehr große Freude. Und auch wenn diese Blogbeiträge später kommen, es bringt mir Japan in Gedanken wieder zurück und das ist einfach schön. Ich kann jedem nur empfehlen nach Japan zu fliegen!

Unterkunft und Route

Wir beschlossen einen Direktflug zu wählen, denn ein Umstieg mit Kind macht nur so mittelmäßig Spaß. Es war durchaus ein wenig teurer, aber nerventechnisch lohnt es sich. Denn wenn man selbst übermüdet ist und dann mit übermüdetem Kind aus dem Flieger aussteigen, dann durch die Sicherheitskontrollen, dann Warten und dann wieder Einsteigen – nee, das hörte sich so gar nicht attraktiv an. Also sind wir direkt Frankfurt – Tokio geflogen. Der Flug dauert ca. 11 Stunden und ist mit Kind wirklich machbar. Es gibt genug zu Essen und die Tochter freute sich sehr darüber soviel Filme schauen zu dürfen 🙂 .

Weiterlesen

Nationalpark Brijuni

Brijuni wollte ich schon lange besuchen und nun, während wir in Istrien waren, war die Gelegenheit. Mit Brijuni habe ich immer nur Tito verbunden, den ehemaligen Staatspräsidenten Jugoslawiens. Doch Brijuni ist so viel mehr…

Anreise

Wenn man in Istrien ist, ist der Nationalpark Brijuni nie weit. Unsere Anreise erfolgte von Vižnada aus, wo wir super untergbracht waren. Wir fuhren ca. 45 Minuten nach Fažana, von wo aus die Fähre auf die Insel fährt. Es ist auch möglich von Pula aus zu fahren. In Fažana gibt es extra Parkplätze für den Nationalpark, die ausgeschildert sind. Die Parkplätze sind kostenpflichtig.

Wir sind ein paar Meter vom Parkplatz zur Verkaufsstation der Eintrittskarten gelaufen. In den Nationalpark gelangt man mit der Fähre. Die Karten dafür werden nur (Stand 04/2019) als geführte Touren verkauft, d.h. wir haben eine vierstündige geführte Tour auf Deutsch gekauft. Die Plätze sind begrenzt, daher lohnt es sich durchaus zu reservieren. Die Touren werden in verschiedenen Sprachen angeboten und wann die gewünschte Sprache im Angebot ist, kann man online checken. Der Eintrittspreis variiert je nach Jahreszeit und ist durchaus nicht günstig. Es lohnt sich dennoch.

Der Nationalpark Brijuni

Die Überfahrt mit der Fähre dauert ca. 15 Minuten. Wir kamen auf der Insel Velik Brijun (Großer Brijun) an. Dort versammelten die Reiseführer ihre Gruppe, indem sie ein Schild mit der jeweiligen Sprache hochhielten. Unsere Reiseleiterin sprach hervorragend Deutsch.

Brijuni sind ein Archipel mit 14 Inseln. Die größte Insel heißt Velik Brijun und auf der befanden wir uns. Dies ist auch die Insel, die für Besucher zugänglich ist. Die anderen Inseln können regulär nicht besucht werden. Robert Koch gilt als Befreier der Insel, den er befreite im 19. Jahrhundert die Insel von der Malaria, indem er die Sümpfe trocken legte. Insgesamt waren die Inseln seit jeher begehrt, denn es gibt römische Überreste und sie gehörte mal einem Österreicher. Es gab einen Zoo und eine Art Aklimatisierungsstätte für Tiere, die nach Europa kamen.

Weiterlesen